Ein Parlament vom Volke gewählt

From democracy-handbook.org
Jump to: navigation, search

Ein Parlament vom Volke gewählt

Nach dem Juristen und Philosophen Charles de Secondat, Baron de Montesquieu, der im 18 Jahrhundert gelebt hat, muss es eine voneinander unabhänigige Legislative, eine Exekutive und eine Judikative geben, damit ein Land vor einer Diktatur geschützt ist. Die drei Gewalten müssen demnach sowohl in ihrer Funktion also auch von den Personen, die diese Funktionen ausführen, voneinander getrennt sein. Keine Person darf also mehr als eine Tätigkeit innerhalb der drei Gewalten ausüben.

Im Gegensatz zur allgemeinen Lehrmeinung war Montesquieu jedoch kein Demokrat, er hat auch nicht über Demokratie geschrieben. Er war vielmehr ein Verfechter eines aufgeklärten Despotismus, und seine Schriften über die Gewaltenteilung stehen in Bezug zu diesem Kontext. Eine Legislative, Exekutive und Judikative führt also nicht automatisch nicht zur Demokratie, jedoch bilden sie eine wichtige Grundvoraussetzung für diese.

Innerhalb einer Demokratie muss daher die Legislative vom Volk gewählt werden. Dabei müssen alle Erwachsenen sowohl das Recht haben, für die Parlamentswahlen aufgestellt, also auch selber ein Parlament zu wählen.

Es gibt Länder mit Parlamenten, die unikameral (Einkammersystem) und Länder mit Parlamenten, die bikameral (Zweikammersystem) organisiert sind. So haben beispielsweise Dänemark und Schweden Parlamente, die nur eine Kammer haben, das Folketinget bzw. Riksdagen genannt wird. Das Parlament im Vereinigten Königreich hingegen ist in das House of Lords und das House of Commons und der Kongress der Vereinigten Staaten von Amerika ist in das House of Representatives und den Senat unterteilt.






Um dich an der Übersetzung zu beteiligen, klicke auf edit. Bitte schreibe oberhalb der gestrichelten Linie und passe auf, dass du unterhalb von ihr keine Änderungen am Text oder den Kodes vornimmst.

Nächtes Kapitel: Eine Regierung unterstützt von einer parlamentarischen Mehrzahl